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Mit Leidenschaft für Wandel – Kinga, die Macherin im Einkauf bei Novoplast

  • cperrig
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Seit 2020 ist Kinga ein zentraler Bestandteil des Einkaufs bei Novoplast. Was als Mischung aus operativer Unterstützung und strategischer Weichenstellung begann, ist mittlerweile zu einer leitenden Position mit viel Verantwortung und Gestaltungsspielraum geworden. In ihrer Rolle als Head of Supply Chain steuert sie den Einkauf an beiden Standorten – in der Schweiz und in Ungarn und die Spedition in Ungarn. Dabei liebt Kinga vor allem eines: Herausforderungen. Im Interview erzählt sie, warum Veränderung für sie kein Stress, sondern Motivation bedeutet, wie sich Novoplast in den letzten Jahren verändert hat und warum ausgerechnet Angeln ihre geheime Ruheoase ist.

 

War Einkauf immer schon dein Ding? Und was hat dich zu Novoplast gebracht?

Ich war schon immer jemand, der gerne Lösungen findet. Das hat mich durch verschiedene Positionen im Logistikbereich und in der Produktionsplanung geführt. Schliesslich habe ich dann im Einkauf meine Berufung gefunden – das analytische Arbeiten, das Verhandeln, das Optimieren von Prozessen hat mir sofort gefallen.

Bei Novoplast habe ich Ende 2020 angefangen. Anfangs war meine Aufgabe aufgeteilt: Ich habe den operativen Einkauf unterstützt, aber gleichzeitig auch schon erste strategische Themen angepackt. Als dann 2022 der gesamte Einkauf von der Schweiz nach Ungarn verlagert wurde, durfte ich die komplette Leitung übernehmen. Seitdem manage ich den strategischen Einkauf für beide Standorte – eine riesige Verantwortung, aber genau das liebe ich daran!

 

Pascal, langjähriger Mitarbeiter bei Novoplast

Was fasziniert dich besonders an deinem Beruf?

Die Veränderung! Mit der Verlagerung des Spritzgusses gibt es gerade jetzt ständig neue Herausforderungen und das ist genau das, was mich antreibt. Ich brauche diese Abwechslung, das Dazulernen, die Probleme, die gelöst werden wollen.

Ich sehe meinen Bereich ein bisschen als meine eigene „Spielwiese“. Ich kann Dinge ausprobieren, eigenständig Entscheidungen treffen und auch mal über meinen eigentlichen Arbeitsbereich hinausdenken. Hier wird Offenheit gelebt – man kann Themen ansprechen, Ideen einbringen, Probleme lösen. Das begeistert mich!

 

Was hat sich seit deinem Start bei Novoplast verändert?

Am Anfang waren Novoplast Schweiz und Novoplast Ungarn zwei komplett getrennte Einheiten – unterschiedliche Teams, Kulturen, Arbeitsweisen. Aber in den letzten Jahren sind wir immer mehr zu einer Firma zusammengewachsen. Heute arbeiten wir Hand in Hand, egal ob in der Schweiz oder in Ungarn.

Besonders in den letzten drei Jahren hat sich das stark entwickelt. Ich denke, die Corona-Zeit hat viel dazu beigetragen, weil wir plötzlich lernen mussten, mit Distanz als Team zu funktionieren. Regelmässige digitale Kommunikation wurde wichtiger, die Zusammenarbeit enger. Durch den Führungswechsel im 2023 hat sich zusätzlich eine Kultur des gemeinsamen Wachstums entwickelt – wir unterstützen uns gegenseitig, und das fühlt sich richtig gut an.

 

Welches Projekt fordert dich aktuell am meisten?

Ganz klar die Verlagerung des Spritzgusses! Diese Veränderung bringt enormes Wachstum mit sich – neue Technologien, neue Mitarbeiter, ein 24/7-Betrieb. Aber die grösste Herausforderung ist die Denkweise: Auch ein grosser Teil der Entscheidungsprozesse wandern von der Schweiz nach Ungarn und das braucht ein Umdenken auf beiden Seiten.

Wir müssen sicherstellen, dass wir aus der Schweiz das Wissen mitnehmen, aber gleichzeitig hier in Ungarn eigenständige Strukturen aufbauen. Die Anpassung an diese neue Realität wird Zeit brauchen – aber ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam meistern werden.

 

Was schätzt du an Novoplast und deinem Team besonders?

Ich sehe so viel Potenzial in unserem Team, besonders jetzt in dieser Wachstumsphase. Klar passieren Fehler, aber daraus lernen wir gerade unglaublich viel.

Wenn wir es schaffen, diese Energie richtig zu nutzen, können wir zusammen richtig Grosses erreichen. Ich liebe es, andere zu motivieren, sie mitzureissen und wenn ich sehe, dass jemand aus dem Team dadurch über sich hinauswächst, dann ist das für mich das Schönste überhaupt.

 

Wie findest du den Ausgleich zu deinem Job?

Fussball! Am liebsten AC Mailand – ich verpasse kaum ein Spiel, ob im Stadion oder vor dem Fernseher. Auch Handball begeistert mich und wenn sich die Gelegenheit bietet, bin ich live dabei.

Und dann gibt es noch das komplette Kontrastprogramm: Angeln mit meinem Vater. Klingt vielleicht unerwartet – ich bin sonst immer in Bewegung, rede viel, plane viel – und dann sitze ich plötzlich stundenlang still am Wasser? Aber genau das ist das Schöne daran. Kein Stress, kein Handy, nur Ruhe und gute Gespräche. Es ist unsere gemeinsame Vater-Tochter-Zeit und die bedeutet mir unglaublich viel.

 

Was würdest du deinem jüngeren Ich raten?

Ganz einfach: Du wirst deinen Platz finden, egal was passiert. Vertraue dir.

 

Welches Tier beschreibt dich am besten – und warum?

Definitiv eine Löwin. Alle haben irgendwie Angst vor mir (lacht), aber am Ende bin ich auch nur eine grosse Katze. Und vor allem bin ich ein Rudeltier – ich kämpfe für mein Team und meine Leute.




 

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